Der Korruptionsfall in der Nationalen Ölgesellschaft Irans breitet sich auf dramatische Weise aus. In einer privaten Sitzung, die der Ölminister mit mehreren Abgeordneten des Parlaments abhielt, wurde Behzad Shamsi, der Finanzdirektor des Unternehmens, als Hauptverdächtiger in einem speziellen Fall vorgestellt, der laut Minister mehrere Milliarden Dollar umfasst.
Umfangreiche Verstöße und Managementschwächen
Der Ölminister, Paknejad, bestätigte in dieser Sitzung implizit das Auftreten umfangreicher Verstöße und nannte ernsthafte Schwächen in der finanziellen und aufsichtsrechtlichen Struktur der Nationalen Ölgesellschaft als einen der Hauptfaktoren der Krise. Seinen Angaben zufolge konnte das Finanz- und Kontrollsystem des Unternehmens die Verstöße des ehemaligen Direktors für internationale Angelegenheiten nicht rechtzeitig identifizieren, was zur Einstellung der Lieferung von Öllieferungen und zur Erhöhung des Schadensvolumens geführt hat.
Paknejad äußerte auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Absprachen zwischen dem ehemaligen Direktor für internationale Angelegenheiten und Behzad Shamsi. Doch der Punkt, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die geprüften Finanzberichte, die zum ersten Mal mit einer Ablehnung konfrontiert wurden; dieses Problem wirft ernsthafte Fragen zur Leistung der finanziellen Struktur und der internen Kontrollen der Nationalen Ölgesellschaft auf.
Ist Shamsi nur ein Opfer?
Nun stellt sich die Frage, ob Behzad Shamsi nur ein Opfer der Schwächen des Systems und des Managements ist, das die Verstöße des ehemaligen Direktors nicht identifizieren konnte, oder ob, wie in dieser Sitzung angedeutet, eine spezielle finanzielle oder managementtechnische Verbindung zwischen diesen beiden Personen besteht? In jedem Fall liegt die Verantwortung für die mangelnde Aufsicht und das Management, das zu Schäden in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar geführt hat, beim Ölminister.